Rioja und Rueda

Unser Wein des Monats

Es soll ja Kunden geben, die bei der Wahl eines Weines nach dem Etikett entscheiden. Der schönere Wein gewinnt sozusagen. Das ist natürlich auch nicht verwerflich; schließlich lernt man den Inhalt einer Flasche erst nach dem Öffnen kennen. Und – nein, nicht alle wollen vor dem Kauf probieren.

An dieser Stelle möchten wir uns outen: Auf unseren Wein des Monats wurden wir aufgrund seines markanten Äußeren aufmerksam. Erzeugt wird er, nein, eigentlich werden sie – denn es sind zwei Weine des Monats – von der Bodega Classica im Rioja Alta. Die Anbaufläche für den Rosé ist im Süden durch das Flüsschen Ebro und im Norden durch Berge begrenzt.

Die Etiketten der Weine der Hacienda Lopez de Haro sind richtige eyecatcher; wir waren gleich ganz gebannt davon. Folglich haben wir die Weine probiert: einen 100-prozentigen Verdejo, der im Anbaugebiet Rueda in der Nähe von Valladolid gewachsen ist, und den bereits erwähnten Rosé aus Tempranillo- und Garnachatrauben. Und sie haben uns vorzüglich geschmeckt! Beide Weine sind sommerlich und frisch. Während der Weißwein ein toller Begleiter zu Meeresfrüchten oder auch Paella ist, bietet sich der Rosé für den erfrischenden Schluck auf der Terrasse, auf dem Balkon, im Park, auf dem Dachgarten, am Strand oder für andere gesellige Momente an.

Die Weine kosten jeweils € 6,50. Selbstverständlich gilt wieder unser 11+1-Angebot. Beim Kauf von 11 Flaschen – auch sortiert aus beiden Weinsorten – schenken wir Ihnen die zwölfte Flasche!

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Weinreise nach Montefalco oder: Wie Weine aus Umbrien in DIE WEINHANDLUNG kommen

Weinhändler ist ein Traumberuf. Die eine Hälfte seines Arbeitslebens reist der Händler zwischen den Weinbauregionen umher, um zu schnuppern, schlürfen und schmecken, was die Winzer in Flaschen, Fässern und Tanks erzeugt haben. Die andere Hälfte seiner Zeit verbringt er in der Weinhandlung und schwärmt den staunenden Kunden von seinen Erlebnissen vor.

Schön wär’s ja, aber tatsächlich reisen wir nicht halb so viel herum, wie manche unserer Kunden vermuten. Der Grund liegt auf der Hand. Die Kosten für die Weinsuche wären mit dem Verkauf der gefundenen Weine nicht zu erwirtschaften. Vielmehr ist es in der Regel so: Durch Hörensagen, Publikationen oder auf Messen werden wir auf Erzeuger aufmerksam, deren Weine für uns, also vor allem für unsere Kunden, interessant sein könnten. Nachdem wir sie – meist eher zwischen Tür und Angel, manchmal auch bei einem guten Essen – gemeinsam verkostet haben, entscheiden wir, welche Weine wir in unser Sortiment aufnehmen. Bestellt wird per Fax, Mail oder Telefon. Ein paar Tage später steht der Wein im Geschäft, und unsere Kunden – Sie! –entscheiden darüber, wie lange er dort stehen bleibt …
Selten, ganz selten, hat der Weinhändler das große Glück! Das kann dann so aussehen: Eine Weinbauregion lädt zum Zweck einer besseren Vermarktung ihrer Produkte Weinhändler aus anderen Ländern ein, eben diese Gegend, ihre Winzer und Weine kennenzulernen. Kosten und Organisation der Reise übernehmen die Weinbaubetriebe der Region. Auf diese Weise gelangten kürzlich acht deutsche Weinhändler in das Anbaugebiet MONTEFALCO in UMBRIEN.

Dort standen ihnen in zweieinhalb Tagen die Türen zu 13 Weinkellern offen. Das heißt: 13 Winzer erklärten ihnen ihre Philosophie, sie besichtigten 13 Weinkeller und verkosteten 13 Mal typische Weine der Region in jeweils unterschiedlicher Qualität und Machart. Wer so etwas für Urlaub hält, liegt falsch! Es ist harte, aber sehr lohnenswerte Arbeit. Denn dreizehn Winzer haben auch ebenso viele Ideen, wie unter den gesetzlichen Rahmenbedingungen herausragende Weine erzeugt werden können. Dies sind in dieser Region in erster Linie Rotweine aus der kleinbeerigen Sagrantino-Rebe bzw. Cuvées aus Sangiovese, Sagrantino und anderen zugelassenen Sorten. Außerdem produziert jeder Winzer dort noch ein, zwei Weißweine, auf jeden Fall jedoch den Passito, einen Dessertwein aus Sagrantino. Außerdem gibt es immer auch Olivenöl. Das Probeprogramm, Sie ahnen es, war straff.

Dennoch ist so eine Einladung ein Segen. Wie nebenbei sammeln wir Händler bei dieser Gelegenheit zahlreiche Informationen und bekommen ein Gefühl für eine ganze Weinbauregion. Was – wieder daheim in DER WEINHANDLUNG – natürlich auch der Kundenberatung zugutekommt. Unsere Weine von Arnaldo Caprai zu empfehlen – Montefalco Rosso, eine Cuvée aus mehrheitlich Sangiovese mit kleinerem Sagrantinoanteil sowie anderen Rebsorten, und auch der Sagrantino selbst – macht nun noch mehr Freude als zuvor. Zahlreiche Proben anderer besuchter Weingüter liegen schon zur Rückverkostung bereit. Sobald wir diese von uns in Umbrien gerade entdeckten Weine unter „neutralen Bedingungen“ erneut probiert und für gut befunden haben, werden weitere Weine aus Montefalco in unser Sortiment wandern, damit auch Sie von dieser gelungenen Weinreise profitieren können!

 

Ceviche vom Heilbutt

Welcher Wein zur Ceviche?

Wenn der Weinhändler sein Wochenende plant, plagt ihn bei der Weinauswahl dieselbe Frage wie jeden Normalsterblichen: Welcher Wein passt zu dem, was auf den Tisch kommt? Steht dann auch noch etwas Exotisches wie eine klassische Ceviche auf dem Speiseplan, wird es spannend.

Die Ceviche ist ein Gericht aus der peruanischen Küche. Das klein geschnittene Fleisch eines weißen Fischfilets – bei uns war es Heilbutt – wird in Zitronen- oder Limettensaft mariniert. Die Säure des Saftes denaturiert/gart das Eiweiß. Je nach Dicke der Stücke oder Scheiben dauert das zwischen 15 und 45 Minuten. Wenn das Fleisch nicht mehr glasig ist, kann gewürzt werden. Der überschüssige Saft wird abgegossen. Es kommen dazu: in sehr feine Streifen geschnittene rote Zwiebel, gezupfter Koriander, fein gewürfelte Mango und/oder Papaya, fein geschnittene nicht zu scharfe Chilischote, Pfeffer und Salz. (Bleibt etwas übrig, hält sich die Ceviche im Kühlschrank zirka einen Tag.)

Zurück zur Weinbegleitung. Säure, fruchtige Süße und Schärfe, dazu die feinen Fischaromen, das muss ein Wein erst einmal können. Unter drei Weinen, die wir dazu probiert haben, hat sich der Sauvignon Blanc (schon wieder Sauvignon …) vom Weingut Bischel in Rheinhessen durchgesetzt. In der Nase finden sich exotische Fruchtaromen, am Gaumen Zitrusnoten und Pfeffer. Darüber hinaus besitzt er eine erfrischende Säure, die mit der Ceviche gut umgehen kann. Der Sauvignon Blanc von Bischel kostet bei uns 9,90 Euro die Flasche.

Sancerre und Pouilly

Endlich mal wieder Loire!

Gegen Spargel können wir uns momentan kaum wehren. Wollen wir ja auch gar nicht! Heute war es Spargel aus Schwetzingen, wir kamen gerade vorbei …

Über die beste Zubereitung wird heftig diskutiert. Nicht so viel Wasser, bitte! Ideal natürlich im Pergamentpäckchen im Ofen oder Sous-Vide gegart. Dazu vielleicht noch eine Petersilienbutter.

Interessant wird es bei der Weinbegleitung. Während eine überregionale Sonntagszeitung heute einen Viognier als Begleitung zum Spargel vorschlägt – gute Idee, eigentlich! – werfen wir einen eleganten Sauvignon Blanc in den Ring. Nicht so ein fettes Teil aus Übersee, dessen Duft man sich kaum erwehren kann. Wir bevorzugen da einen Klassiker von der Loire: z. B. einen Sancerre. Schön, dass wir das passende Exemplar auf der Prowein in Düsseldorf entdeckt haben: Die Domaine Masson-Blondelet hat uns mit ihrem Thauvenay überzeugt. Eigentlich bekannt für ihre Pouilly Fumées – haben wir auch! (Euro 14,50) – macht die Familie auch einen tollen Sancerre (Euro 13,90). Eine Nase, die an Grapefruit und einen Hauch Buchsbaum erinnert. Am Gaumen bringt er noch eine feine Mineralik ins Spiel. Dazu eine überaus erfrischende Säure, die bei einem 2012er doch überrascht.

Wir wünschen einen genussreichen Start in die neue Woche!

Les Rosés

Frühlingsweine

Langsam schiebt die Frühlingssonne das triste Wintergrau zur Seite. Schnell werden die ersten Grills startklar gemacht, die Terrasse geschrubbt, der Garten umgegraben. Kurz: das Leben verlagert sich wieder mehr ins Freie. All der Fleiß soll belohnt sein! Wir haben die ersten frischen Rosés eingekauft und sind – nun ja, wirklich! – begeistert.

Die Domaine d’en Ségur liefert seit Jahren den Stoff, der so viele Freunde hat wie das sprichwörtliche geschnittene Brot. Ein Rosé, der hälftig aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gemacht wird. Er ist kräftig in der Struktur, hat eine frische Säure und ist ein wunderbarer Durstlöscher. Aber Vorsicht: das gute Stöffchen vom Flüsschen Tarn im Südwesten Frankreichs hat dann doch 12,5 % Vol.

Die Flasche Rosé der Domaine d’en Ségur kostet auch in diesem Jahr wieder Euro 6,50. Und, ja, es gibt den Wein auch wieder im 3-Liter Bag-in-Box für Euro 14,90.

Die Domaine de Poulvarel aus Costières de Nîmes ist vielleicht manchem noch im Gedächtnis. Schon vor ein paar Jahren hatten wir sie im Sortiment. Danach verloren wir die Domaine etwas aus den Augen. Bis wir auf der Prowein in Düsseldorf vor ein paar Wochen wieder die Möglichkeit hatten, deren Weine zu verkosten. Der Rosé von Poulvarel, eine Cuvée aus 90 % Grenache und 10 % Syrah ist noch etwas eleganter und verspielter als der von en Ségur, ohne dabei belanglos zu wirken. Hier kostet die Flasche Euro 7,90. Zum gleichen Preis führen wir auch einen Rotwein von Poulvarel, der noch etwas jugendlich und ungestüm wirkt. Unser dritter Wein des Weinguts, die Cuvée Les Perrottes für Euro 11,90, ist der ideale Wein zum Lamm. Dicht, stoffig und mit samtigen Tanninen drängt er sich für Ostern auf.

Kuerbisquiche

Kürbisquiche

Zwei Stunden Zeit? Ans Werk!

Einen Mürbeteig herstellen. Kalt stellen. (Faule Socken können auch einen Blätterteig aus dem Kühlregal nehmen. Ist dann nicht so lecker.)

Butternusskürbis schälen, in Stücke schneiden, auf einem Backblech mit etwas Öl vermengen. Bei 250°C im Ofen ca. 25 Minuten anrösten. Abkühlen lassen. Den Ofen auf 180°C Umluft zurück schalten.

In der Zwischenzeit zwei Stangen Lauch putzen, in dünne Ringe schneiden, mit etwas Öl in der Pfanne andünsten. Abkühlen lassen.

2 Eier, ein Becher Schlagsahne, sowie reichlich (!) geriebenen Ingwer vermischen. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.

Den Teig in eine Quicheform geben, zuerst den Lauch auf dem Teig verteilen, würzen. Dann den Kürbis einschichten, ebenfalls würzen. Ziegenfrischkäse darauf verteilen.

Ungefähr eine halbe Stunde im Ofen lassen, bis der Ziegenkäse Farbe annimmt.  Herausnehmen und noch ein paar Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit eine Hand voll Korianderblätter, etwas Salz und Olivenöl mit dem Pürierstab zerkleinern. Das Koriandeöl auf die Quiche tröpfeln. Heiß servieren.

Dazu passt Feldsalat mit Orangenfilets und fein gehobeltem Fenchel.

Wir servieren zur Quiche einen Grauburgunder aus Baden, z.B. vom Weingut Michel, Kabinett trocken, 8,40 Euro die 0,75l. Flasche.

Lions und Duke DWH

Gin und Vodka aus München bei uns in Frankfurt

Erst seit relativ kurzer Zeit finden Sie auch Gin und Vodka in unserem Sortiment. Neben dem doch schon recht bekannten Monkey 47-Gin aus dem Schwarzwald, der ebenso viele Zutaten wie Volumenprozente enthält, bieten wir einen weiteren Gin an: The Duke – Munich Dry Gin.

Dieser wird aus bio-zertifizierten Zutaten gebrannt. Neben dem obligatorischen Wachholder sind das unter anderem Koriander, Zitronenschalen, Angelikawurzel, Lavendelblüten, Ingwer, Orangenblüten und Kubebenpfeffer. Dazu kommt, als bayrische Eigenart sozusagen, Hopfenblüte und Malz.

Nach der Mazeration im Alkoholbad, wird im Kupferkessel im Münchener Hinterhof bei geringen Temperaturen destilliert.

Im gleichen Kessel wird auch Lion’s Vodka destilliert. Dieser aus Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, ebenfalls aus biologischem Anbau. Dabei ist es durchaus gewünscht, dass die Getreidearomen aus dem Endprodukt deutlich herausschmecken. Süß-fruchtig bestimmen sie den Lion’s Vodka.

Beide Münchener Destillate eignen sich wunderbar für einen klassischen Drink: Den Moskow-Mule, bzw. den Munich-Mule.

Für den Moskow Mule pressen Sie zwei Limettenviertel in ein Longdrinkglas, geben ein paar Eiswürfel, ein Teil Lion’s Vodka und drei Teile Gingerbeer hinzu und rühren kurz um.

Die Munich Variante enthält statt Vodka The Duke Gin und noch ein oder zwei Gurkenscheiben.

Zum Wohl!

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Wein des Monats Januar 2014

2012er Languedoc AOP Petit Mars, Mas du Soleilla
14% Vol., Naturkorken,  Euro 7,90. Wie immer: 12 kaufen, nur 11 bezahlen!

Mas du Soleilla liegt eingebettet in die zerklüftete Landschaft des La Clape-Hügelzuges östlich von Narbonne im Languedoc. Zwischen Steineichen und Pinien, wildem Rosmarin und Thymian wachsen die Trauben für die Weine von Christa Derungs und Klaus Wildbolz, die Mas du Soleilla seit 2002 bewirtschaften. Der Petit Mars ist gewissermaßen die ‘Einstiegsdroge’, eine Cuvée aus Syrah und Grènache. Der Name ist dem “Kleinen Schillerfalter”, einem Schmetterling entliehen, der auf der La Clape-Halbinsel vorkommt. In der Nase dominiert eine üppige kirschige Note. Daneben auch Gewürze und Kakaobohne. Am Gaumen sind die Gewürze ausgeprägter, ohne jedoch die Kirsche zu dominieren. Feine Tanninstruktur.
Der Winzer empfiehlt den Petit Mars u.a. zu Schmorbraten, Sommergemüse oder gegrillten Auberginen. Der Petit Mars lässt sich aber auch wunderbar “einfach so” trinken.

Unser Wein des Monats Dezember

Wein des Monats Dezember 2013

Unser (Festtags-) Wein des Monats Dezember 2013:

2009er Rioja Crianza DO, Dinastia Vivanco
13,5% Vol., Naturkorken,  Euro 11,00. Wie immer: 12 kaufen, nur 11 bezahlen!
Die Familie Vivanco blickt auf eine fast einhundert jährige Weinbautradition zurück. Da darf man schon von einer “Dinastia” sprechen … Heute bewirtschaftet die Familia 300 ha im Rioja-Alta.
Als Wein des Festagsmonats haben wir die Rioja Crianza aus dem Jahr 2009 ausgewählt. 100% Tempranillo reifen über 16 Monate in französischer und amerikanischer Eiche, bevor der Wein abgefüllt wird. Danach lagert er noch weitere 6 Monate im Flaschenkeller bevor er in den Verkauf kommt.
In der Nase ein typischer Rioja, Vanille, dazu etwas Leder, Lakritz und eine reife Pflaume.
Am Gaumen ein wunderbar runder, harmonischer Wein mit würzigen Aromen.
Wir empfehlen ihn bei ca. 18°C zu servieren. Am besten zu geschmorten rotem Fleisch. Oder zu Hartkäse. Oder zur Gans. Oder was essen Sie an Weihnachten?

Wir wünschen Ihnen – mit oder ohne unseren Weihnachtswein – erholsame Festtage und nur das beste für das kommende Jahr!